Kieler Runde im Offenen Kanal Kiel vom 9.12.2014

Moderator Günther Jesumann
Ruth Kastner (Grüne)  
Hans-Peter Bartels, MdB (SPD)
Patrick Coquelin (CDU)
Thema im 1. Teil: Ukraine Krise

				
				
				
				
				 
				
				
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Kieler Runde im Offenen Kanal Kiel vom 9.12.2014 – Teil 2

Moderator Günther Jesumann
Ruth Kastner (Grüne)  
Hans-Peter Bartels, MdB (SPD)
Patrick Coquelin (CDU)
Thema im 2. Teil: Frauenquote in Unternehmen
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Raser im Visier: Bundesweiter Blitzmarathon

Am 18. September ab 6 Uhr wird die Polizei einen Tag lang im ganzen Land die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer kontrollieren. Schleswig-Holstein wird mit rund 260 Polizisten an Unfallschwerpunkten sowie an sensiblen Orten wie Kindergärten, Schulen und Altenheimen ihre Messungen durchführen. Die Polizei plant Temposünder anzuhalten und sie über die Gefahren und Folgen ihres Fehlverhaltens aufzuklären. Wo genau sich die 76 Standorte der “Blitzer” befinden, gibt die Polizei ab dem 15. September bekannt. more

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EEG-​​Reform verhindert Landstrom

Seit dem 1. August gilt das überarbeitete Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG). Die Große Koalition in Berlin will damit die Wind- und Solarenergie mehr in den regulären Strommarkt einbinden, doch dieses Gesetz wirkt sich auch auf die Versorgung von Schiffen mit Landstrom aus.

Der Fähr- und Kreuzschifffahrtstourismus hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen und soll auch weiter steigen. Allein in Kiel werden bis zu 150 Anläufe jährlich erwartet. Während der Liegezeiten der Schiffe im Hafen werden Strom und Wärme für den eigenen Verbrauch mit Hilfe von Dieselmotoren an Bord der Schiffe erzeugt. Dadurch werden Schadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide, Feinstäube sowie das Klimagas Kohlendioxid freigesetzt, die die Umwelt belasten.

Seehäfen und Hafenwirtschaft beschäftigen sich daher seit Jahren mit Möglichkeiten, die schiffseitigen Emissionen während der Liegezeiten der Schiffe in den Häfen zu reduzieren. Eine Möglichkeit hierzu ist die Landstromversorgung.

Nach dem Richtlinienvorschlag der EU-Kommission über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe sollen Mitgliedstaaten sicherstellen, dass in Häfen eine landseitige Stromversorgung für Schiffe vorgesehen wird, sofern dies günstiger ist und sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

Angesichts der Strompreise ist die Einführung von Landstrom in vielen Fällen jedoch unwirtschaftlich. So sind erhebliche Investitionen in die Infrastruktur der Häfen (landseitige Kabelanbindung, Umschaltanlagen, Anschluss Kai/Schiff) erforderlich. Diese Kosten stehen in Konkurrenz zu den Stromkosten der schiffsseitigen Eigenversorgung.
Zwar ist die Stromsteuer für Landstrom deutlich ermäßigt worden. Ein erhebliches Hemmnis ist jedoch die seit Jahren steigende Umlage des Erneuerbaren-Energie Gesetzes (EEG-Umlage), die zur Zeit 6,24 Cent/kWh beträgt. Da bisher kein Landstrom von Seeschiffen bezogen wird und der Verbrauch von Dieselöl für die Stromversorgung an Bord von Seeschiffen steuerbefreit ist, würden dem Fiskus durch eine reduzierte EEG-Umlage keine Einnahmeverluste entstehen. Zusätzlich würde durch den Bezug von Landstrom die Nachfrage nach erneuerbaren Energien aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft gesteigert, da kein Atom- oder Kohlestrom seitens der Reeder akzeptiert wird.

Für ihre beiden Fähren der ColorLine, die zwischen Kiel und Oslo verkehren, beträgt der Stromverbrauch während der Liegezeiten im Kieler Hafen jährlich rund 5,0 GWh. Für die Nutzung von Landstrom würde damit eine EEG-Umlage von jährlich 312.000 € zu zahlen sein.
Das macht Landstrom in Deutschland unattraktiv. Die klima- und umweltpolitisch gewünschte Reduzierung schiffsseitiger Emissionen in den Häfen wird dadurch erheblich erschwert. In den skandinavischen Häfen werden die Fähren dagegen seit Jahren schon von Land aus mit Energie versorgt.

Natürlich ist es wichtig und richtig, die erneuerbaren Energien zu fördern, um die angestrebten Klimaziele ohne den Einsatz von Atomstrom zu erreichen. Wenn dies jedoch dazu führt, dass umweltfreundliche Alternativen wirtschaftlich nicht umsetzbar sind, dann ist das Ziel verfehlt. Bei der zum 1. August 2014 in Kraft getretenen Novelle des EEG ist diese große Chance vertan worden. Bleibt zu hoffen, dass eine Korrektur im Sinne der Umwelt erfolgt.

Der Artikel wurde ursprünglich im Landesblog.de veröffentlicht:
http://landesblog.de/blog/2014/08/30/eeg-umlage-vs-landstrom/

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Hallo Welt!

Hallo & bonjour,

der erste Artikel im COQUELIN – Blog.

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